Perpetual Grains: Alexandra Coroi and Yotam Schlezinger (Co-Laboratory 2.0 digitale Künstlerresidenzen)

Das Deutsche Kulturzentrum Hermannstadt veranstaltete das Co-Laboratory 2.0-Projekt, ein Multimedia-Projekt, das vom Goethe-Institut Bukarest in Zusammenarbeit mit anderen deutschen Kulturzentren des Landes organisiert wurde. Im Jahr 2021 vereinte es eine Reihe künstlerischer Tandems aus Kronstadt, Bukarest, Chișinău, Klausenburg, Hermannstadt und Temeswar.

Im Oktober 2021 brachten wir dieses Projekt in Form von zwei Installationen nach Hermannstadt: als erstes, „Perpetual Grains“ der Arbeitsgruppe aus Hermannstadt, gebildet von Alexandra Coroi (Animation) und Yotam Schlezinger (Klang). Die Installation bestand aus 7 Monitoren, ergänzt durch eine Installation von 5 weiteren Monitoren, die die Arbeiten aus den Partnerstädten Kronstadt, Bukarest, Chișinău, Klausenburg und Temeswar repräsentierten. Kuratiert wurde Perpetual Grains von Iris Ordean.

Die Ausstellung wurde im Rahmen der Weißen Nacht der Galerien präsentiert, einer Veranstaltung, die der kreativen Community in Bukarest, Rumänien gewidmet ist. Sie erweiterte sich 2016 zum zehnjährigen Jubiläum auf nationale Ebene und findet seitdem auch in Hermannstadt statt.

Über Perpetual Grains

Die Ausstellung des Hermannstädter Tandems, Perpetual Grains, ist eine Sound- und Video-Installation, die Teil eines größeren Projektes ist, das sich mit dem Konzept von Gesten auseinandersetzt und dabei besonderen Fokus auf Augen und Hände legt. Die Videos erforschen das Zusammenspiel zwischen Sehen und Gesehen-Werden und das Phänomen, wie unser bekanntes Selbst schnell in das Unbekannte überfließen kann.

Alexandra Coroi ist Übersetzerin und Kunstliebhaberin und ist zumindest in ihren Träumen immer an einem einsamen Strand in Griechenland zu finden. Sie geht täglich spazieren und versucht dabei mit ihrer Handykamera, mit der sie Situationen und Objekte aufnimmt, dem Gewöhnlichen etwas Neues zu entlocken. Ihre Arbeiten sind beeinflusst von zeitgenössischer Kunst und avargadistischer Musik. Zurzeit lebt und arbeitet sie in Hermannstadt, Rumänien.

Yotam Schlezinger wurde 1982 geboren und wuchs in Tel Aviv auf. Er ist freiberuflicher Musiker und Komponist hauptsächlich von elektronischer Musik für Theater und performative Künste. Seit 2015 ist er als Komponist und Live-Musiker an verschiedenen Theatern tätig, unter anderem am Schauspielhaus Düsseldorf und dem Theater Oberhausen. Zudem entwickelt und realisiert er Klang- und Video-Installationen für verschiedene Veranstalter.

Iris Ordean ist Anthropologin, Theoretikerin und Kuratorin, die abwechselnd in Rumänien, Großbritannien und Frankreich lebt und arbeitet. Als Kuratorin arbeitet Iris eng zusammen mit Museen, Galerien und Institutionen sowohl in Rumänien als auch im Ausland und interessiert sich für verschiedene Arbeitsumgebungen und Medien, wie Multimedia-Kunst, Video, Sound, Fotografie und insbesondere Performance. Vor Kurzem hat Iris damit begonnen, die kuratorischen Möglichkeiten, die Räume außerhalb der normativen künstlerischen Sphäre bieten zu erforschen, und sowohl die Verwandlung, die diese Räume durch den Prozess der „Kunstbesiedlung“ erfahren, als auch die Auswirkungen dieses Vorgehen auf die Öffentlichkeit zu untersuchen.

Informationen zu den anderen Tandems befinden sich in der Broschüre.