Ein Projekt der deutschen Kulturorganisationen in Rumänien und der Republik Moldau:
Deutsches Kulturzentrum Brașov, Goethe-Institut Bukarest, Deutsches Kulturzentrum Cluj, Goethe-Zentrum Chișinău und Deutsches Kulturzentrum Sibiu.
In Kooperation mit: RADAR New Media Art, Clujotronic – Electro Arts Festival, The White Night of the Galleries (NAG) Sibiu.
OPEN CALL für Künstler:innen und Forscher:innen aus Deutschland, Rumänien, der Ukraine und der Republik Moldau
Nach zwei erfolgreichen transnationalen, digitalen Residenzprogrammen des CoLaboratory lädt das Netzwerk deutscher Kulturzentren in Rumänien und der Republik Moldau Künstler:innen und Wissenschaftler:innen zur dritten Runde im Jahr 2022 ein. Im Rahmen des diesjährigen CoLaboratoriums sollen neue künstlerische Arbeiten, interdisziplinäre Forschung, interkultureller Dialog und innovative Denkprozesse erneut entwickelt und gefördert werden.
UNREST
Nach mehr als zwei Jahren der Isolation und der sozialen Distanzierung pendelt die Welt nun zwischen langsamer Revitalisierung und Aufruhr aufgrund anhaltender gesellschaftspolitischer und politischer Unruhen, Veränderungen und Vertreibung. Immer größere Bevölkerungsgruppen kämpfen mit Integration, Akzeptanz, Denaturalisierung oder erzwungener Migration. Andere streben nach Akzeptanz, Assimilation und kämpfen darum, ständige Veränderungen innerhalb ihrer eigenen Gruppe zu implementieren. Was sind die aktuellen Kämpfe, mit denen wir konfrontiert sind, wie lassen sie sich quantifizieren und wie können wir Gespräche über solch schwierige, sich ständig verändernde Themen eröffnen und unterhalten?
Wir laden Künstler:innen und Forschende ein, sich mit dem Thema UNREST auseinanderzusetzen und über aktuelle, vergangene und zukünftige Veränderungen innerhalb dieser komplexen Dynamik nachzudenken. Ziel ist es, neue Medienkunstwerke zu schaffen, die von wissenschaftlichen Daten inspiriert sind und die die Grenzen zwischen Kunst, Wissenschaft und Technik ausloten.
Ziel des Projektes ist es, eine Dialogplattform für die Teilnehmenden in Rumänien, der Ukraine, der Republik Moldau und Deutschland zu schaffen, sowie Co-Kreation und Kooperation anzuregen. Im Rahmen des interdisziplinären Residenzprogramms CoLaboratory 3.0 bringen wir 10 Teilnehmer:innen aus vier Ländern als Tandems zusammen, jeweils bestehend aus einer kunstschaffenden und einer wissenschaftlich arbeitenden Person aus Rumänien, Moldawien, der Ukraine oder Deutschland. Sie arbeiten mindestens einen Monat lang zusammen, um ein digitales Kunstwerk zu schaffen, das unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen und Forschungsergebnisse vereint.
Warum fünf Paare?
Jede der fünf deutschen Kulturorganisationen in Rumänien und der Republik Moldau, welche die Initiatoren des Projekts sind, wird jeweils eine Residenz (einige davon zusammen mit einem lokalen Partner) ermöglichen. Zu den Paaren gehören jeweils ein:e Künstler:in und ein:e Forscher:in aus Brașov, Bukarest, Chișinău, Cluj-Napoca, Sibiu, Deutschland und/oder der Ukraine.
Wer sind die Projektpartner:innen?
Einige deutsche Kulturorganisationen luden eine lokale Partner:innen-Person aus dem Bereich der bildenden Kunst ein, mit welcher sie die Residenz organisieren werden. Die Rolle der Partner:innen ist es, eine Plattform oder einen Rahmen zu bieten, um die entstandenen Kreationen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Die Partner:innen der Künstlerresidenzen sind:
● Clujotronic – Electro Arts Festival | Cluj-Napoca
● NAG | Hermannstadt
Wer darf sich bewerben?
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Künstler:innen aus dem Bereich der Neuen Medien und Forscher:innen zusammenzubringen, die sich mit Datenanalyse in allen Formen beschäftigen. Wir sind interessiert daran, Projekte zu beherbergen, die sich mit Makro- und Mikrogeschichten, Längsschnittstudien, Interviews und gesammelten Daten in verschiedenen Formen und zu verschiedenen Themen befassen. Das Projekt steht daher allen interessierten Künstler:innen, Nachwuchswissenschaftler:innen und Studierenden aus folgenden Bereichen offen:
– Neue Medienkunst: digitale bildende Künstler:innen ,Computeranimator:innen, Interaktionskünstler:innen, Entwickle:innen von Videospielen usw.
– Datenanalyse und wissenschaftliche Forschung: klein und groß ausgelegte Datenforscher:innen, Analytiker:innen öffentlicher Datenbanken, Sozialwissenschaftler:innen, Statistikforscher:innen in allen Bereichen der Geschichte, Medizin, Wirtschaft, Kybernetik usw., die für ihre Arbeit auf quantitative Daten angewiesen sind .
Künstler:innen und Wissenschaftler:innen aus jedem Land – Deutschland, Moldawien und Rumänien – können sich für eines der vorgeschlagenen Arbeitsfelder bewerben. Wir freuen uns auch über Bewerbungen von ukrainischen Künstler:innen oder Forscher:innen, die sich an diesem Dialog beteiligen möchten. Später werden gemischte Teams aus zwei Personen gebildet, die jeweils eine der Domänen (Künstler:in/Forscher:in) repräsentieren. Eine Jury aus Vertreter:innen der deutschen Kulturzentren und ihrer Partnerinstitutionen wählt die Teilnehmenden aus und stellt Tandems zusammen.
Wie wird die Residenz stattfinden?
Die Zusammenarbeit findet ausschließlich online statt. Die Hauptkommunikationssprache wird Englisch sein.
Was sind die Projektphasen?
Anmeldeschluss: 25. Mai 2022
Projektlaufzeit: 30. Mai – 31. Juli 2022
Was bietet das Projekt?
Jede/r ausgewählte Teilnehmer:in erhält ein Arbeitssstipendium in Höhe von 500 Euro und eine enge Betreuung durch das Projektteam. Zusätzlich werden 400 Euro Produktionskosten pro Team für die Erstellung und Präsentation der entstandenen Kunstwerke jedes Arbeitsteams bereitgestellt. Die Kunstwerke werden in der jeweiligen Stadt ihrer fördernden deutschen Kulturorganisation in Zusammenarbeit mit ihren Partnerfestivals, Galerien oder Kunsträumen gezeigt. Außerdem geht eine „Light“-Version des Kunstwerks auf Tour: Vereinfachte Versionen des Kunstwerks in Form von Videoloops werden in allen anderen teilnehmenden Städten bei den jeweiligen Festivals/Galerien/Events gezeigt.
Wie können Sie sich bewerben?
Die Künstler:innen können sich hier online anmelden. ->

