Sibiu International Street Art Festival (SISAF): Nasca One

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Foto: Maggie Astaloșiu
Video: Studioul popixar.ro

Im Sommer 2021 beteiligte sich das Deutsche Kulturzentrum Hermannstadt erneut beim Sibiu International Street Art Festival, das sich dieses Jahr über die 7. Auflage freuen konnte. Zwischen dem 19. und 25. Juli verwandelte sich Hermannstadt wieder in einen riesigen Spielplatz für Straßenmaler, die mehrere Fassaden von Wohnhäusern und Schulen mit Kunstwerken schmückten.

Organisiert wird das Festivals seit der ersten Auflage von Art Factory Transilvania, einer Gruppe junger, motivierter Leute, die das Ziel haben, die Stadt durch öffentliche Kunstwerke zu revitalisieren und zu verschönern. Was als kleine Veranstaltung begann, hat sich mittlerweile als erfolgreiches und beliebtes Festival etabliert.

Das Motto der diesjährigen Auflage war „ReThink“ und die Künstler wurden aufgefordert sich zu diesem Thema ein Kunstwerk auszudenken. Insgesamt 11 Wandmalereien kamen zustande, die meisten davon im Hipodrom Viertel der Stadt.

Neben den zahlreichen rumänischen Künstlern, nahm auch der deutsche Graffitikünstler Armin Eßert an dem Festival teil, der auf Einladung des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt anreiste. Armin, der unter dem Künstlernamen Nasca One arbeitet und vor allem in der Berliner Straßenkunstszene bekannt ist, bekam eine Wand von einem Wohnblock zugeteilt, die er mit einem farbenfrohen Fuchs und einem Mädchen verzierte. Während er die Wand gestaltete schautem ihm viele begeisterte Kinder und Jugendliche zu, die in dem Wohnviertel leben. Trotz des Regens, der in den ersten zwei Tagen die Graffitimaler vom Arbeiten abhielt, gelang es alles ihre Kunstwerke in dieser Woche fertig zu gestalten.

Das Festival endete, wie jedes Jahr, mit einer organisierten Fahrradtour, um die neu entstandenen Kunstwerke zu besichtigen, die Künstler kennenzulernen und Informationen über die Werke zu erfahren.

Über Nasca:

„Nasca“ alias Armin E. Mendocilla ist ein Maler und Illustrator, der eigene Charaktere entwickelt, zurzeit lebt er in Berlin, Deutschland.

Geboren und aufgewachsen in München in den frühen 90ern, entdeckte er schon früh seine Leidenschaft für Comics, Kunst und Graffiti Kultur. Sein Interesse und seine Liebe zur Zeichenkunst, begann im Kleinkindalter. Inspiriert und begeistert von ausdrucksvollen Comic-Stilen wie von „MAD“, Don Rosa’s Stil in den Disney-Comics und Akira Toriyamas „Dragon Ball“, entwickelte er seinen eigenen, charakteristischen Stil. Als er später die Arbeit von großen Graffiti-Ikonen aus seiner Heimatstadt München entdeckte, so zum Beispiel „Won ABC“ oder „SatOne“, begann er Graffitikunst auch in seinen Lebensweg zu integrieren. Das war auch die Zeit, zu der er sich zu seinem Künstlernamen „Nasca“ entschloss, welcher von seinen Wurzeln zu Peru und Südamerika, wo es eine Archäologische Fundstelle mit diesem Namen gibt, inspiriert wurde.

Zudem studierte er Medien- und Kommunikations-Design in Deutschland und Malaysia und unterrichtete sich selbst in Malerei und Kunst.

Heute fokussiert sich Nascas Arbeit hauptsächlich auf Gemälde, Illustrationen, Graffitis und Wandmalereien, sowohl in der klassischen Form als auch digital.

Die Themen seiner Motive enthalten häufig Elemente der antiken und momentanen Zeit der Menschheit, Gottheiten, Tiere und Menschen aus der ganzen Welt. Sein Ziel ist es, das universelle Band, das alle Lebewesen, ihre Rituale, ihre Ahnen verbindet und die damit einhergehende universelle Balance zu visualisieren.

Nasca’s Bilder können weltweit angetroffen werden, in Galerien oder an Wänden in Burma, Vietnam, den Philippinen, Kuba, Peru, den USA, Deutschland, Italien und vielen weiteren Ländern.

Nasca`s Website